Nach nun insgesamt 15,5 Stunden Flug und einem Tag in Singapur bin ich fast am Ziel. Nach den Einreise Formalitäten (Visa, Zoll) werden wir draussen schon von einem netten Hotelangestellten erwartet der uns zum Santika Resort Manado fährt. Unterwegs ist viel los. Nicht nur, dass scheinbar halb Nord Sulawesi auf der Strasse ist, es herrscht auch noch Wahlkampf. Zwischendurch sind immer wieder bunt beklebte Autos mit Fähnchen der Kandidaten zu sehen auf denen die Leute mit allen Mitteln versuchen auf sich (und ihren Kandidaten) aufmerksam zu machen. Am Straßenrand sind ebenfalls alle paar Meter Fahnen aufgestellt – nicht nur auf den Hauptstraßen.

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Nach einer Stunde stop & go für die ca. 15 km sind wir dann endlich am Hotel und werden sehr freundlich begrüßt. Das Hotel macht einen tadellosen Eindruck. Die Anlage ist sehr schön begrünt und weitläufig. Auch der Bungalow enttäuschte nicht – er ist nett eingerichtet mit grossem Bett, Badewanne, Klimaanlage, Fernseher, Couch, Terrasse und sogar einem Wasserkocher incl. diversen Beuteln für Kaffe oder Tee.

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Nach der Ankunft haben wir umgehend das Thalassa Diving Center auf der Anlage besucht. Die Tauchbasis steht unter niederländischer Leitung – die Chefin Simone ist sehr nett und kümmert sich persönlich um das Wohl ihrer Gäste. Die Basis selbst ist gut ausgestattet – zahlreiche Leihausrüstungen stehen zur Verfügung, es gibt einen Trockenraum wo die Ausrüstung (auch die eigene) aufbewahrt wird, Toiletten & Duschen sowie eine schöne überdachte Terrasse mit gemütlichen Sitzgelegenheiten. Im Shop gibt es diverse nützliche Tauchartikel. Getaucht wird im Bunaken National Park vor der Haustür. Über einen sehr langen (!) Steg durch die Mangroven gelangt man von der Basis zum Anleger.

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Die Tauchplätze werden in wenigen Minuten mit einem der zahlreichen basiseigenen Boote angesteuert. Sonderfahrten nach Banka Island sowie Bitung – zur Lembeth Strait werden ebenfalls auf Nachfrage angeboten. Die meisten Guides sind Einheimische mit solider Kenntnis der Tauchplätze und guter Ausbildung (u.a. durch Simone). Mit ein paar Fetzen Englisch kommt man ohne Probleme über die Runden. Allerdings sprechen viele Niederländer auf der Basis auch Deutsch. Die Bootscrew und die Guides kümmern sich einfach um alles – jeder Gast hat seine eigene Kiste für die Ausrüstung. Diese wird – wenn man möchte – von den Guides sehr sorgfältig zusammen und auseinander gebaut und abends gereinigt. Man muss sich also um fast nichts kümmern. Der “normale” Tauchtag beinhaltet bis zu drei Tauchgängen – um 8.00 Uhr, um 10.00 Uhr und nach einer Mittagspause auf der Basis wo es leckeres einheimisches Essen gibt um 14.00 Uhr. Anschließend kann man noch gemütlich bei einem Kaffe Logbücher schreiben oder mit den Erlebnissen des Tages angeben :-). Sollte das Logbuch schreiben im Urlaub zu stressig sein, kann man auf einen besonderen Service zurückgreifen: Für jeden Gast wird von der Basis ein Logbuch gepflegt, welches neben den Tauchplatznamen auch die persönliche Zeit und Tiefe beinhaltet. Am Ende des Urlaubs bekommt man dann einen Ausdruck ausgehändigt – sehr praktisch!

Nach dem tauchen kann man im Hotel Pool oder bei einem Bier an der Pool Bar entspannen. Alternativ gibt es auch ein Spa Center wo Massagen angeboten werden.

Neben dem großen Restaurant kann man auch im Big Tree Cafe auf einer Anhöhe mit guter Aussicht zu Abend Essen. Hier gibt es verschiedene lokale und internationale Gerichte u.a. auch sehr leckere Pizza.

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Nach nunmehr einer Woche muss ich sagen, dass mich dieses Tauchgebiet schon jetzt begeistert. Ich habe nun ca. 20 Tauchgänge in 7 Tagen hinter mir – sowohl hier im Bunaken National Park als auch in der Lembeth Strait. Was man hier an aussergewöhnlichen Tieren sieht ist beeindruckend. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Tauchgängen – konventionelle Dives an Riffen bzw. Drop-Offs und die so genannten Muck Dives – tauchen im Dreck – wobei bei man gerade beim Schlammtauchen die ausgefalleneren Tiere sieht. Wir sehen fast bei jeden Tauchgang Geisterpfeifenfische, diverse Garnelen sowie Nacktschnecken. Ausserdem haben wir schon Schildkröten, Schwarz- und Weißspitzen Haie, Sepias, Mikikry-Kraken, Mandarinfische, Fangschreckenkrebse, Seeschlangen, Anglerfische, Ambon Skorpionsfische, Fledermausfische, Tunas, Barrakudas, Aale, Geister- sowie diverse andere Muränen und Flughähne gesehen um nur einige zu nennen.

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Alles in allem sehr beeindruckend. Ich freue mich schon auf den nächsten Tauchgang. Leider macht mein Ohr Probleme – ich werde mich daher (leider) einen Tag schonen müssen.