Leider ist das Problem mit meinem Ohr schlimmer als gedacht. Ohne Schmerzmittel schlafe ich keine Nacht – an Tauchen ist leider nicht zu denken. Eine weitere Fahrt nach Lembeh ist für mich somit erstmal ins Wasser gefallen. Durch die Tauchbasis bin ich mit Medikamenten versorgt worden – Ohrenprobleme gehören zum Tagesgeschäft. (“We make money with our ears – so we know what to do…”). Um nicht einen weiteren Tag auf der Hotelanlage bzw. im Bungalow zu verbringen habe ich beschlossen, die anderen Mitreisenden bei einer Fahrt nach Banka Island und in den Tangkoko National Park zu begleiten. Es ist schon frustrierend ohne Tauchausrüstung und die Absicht zu tauchen auf einem Tauchboot zu sitzen. Ich hab mir die Zeit während die anderen im Wasser waren damit vertrieben, die Bootscrew bei diversen “Reparaturen” zu beobachten – es war sagen wir mal unkonventionell aber erfolgreich 😉 .

Zwischen den Tauchgängen haben wir dann in einer schönen kleinen Bucht festgemacht. Man konnte sogar an Land schwimmen, am Strand rumlaufen und zahlreiche wunderschöne Muscheln bewundern.

Nach dem zweiten Tauchgang (ich habe derweil ein wenig gelesen und geschlafen) gab es Essen. Anschließend sind wir die Ostküste entlang Richtung Süden nach Tangkoko gefahren. Dort wurden wir am Strand ausgesetzt. Das Boot ist mit zwei anderen Tauchern weiter zu einem anderen Tauchspot gefahren. In der Nähe des Strandes stand ein kleines Häuschen – dort sollten wir einen Ranger treffen, der aber zunächst nicht aufgetaucht ist. Wir haben uns die Zeit damit vertrieben, eine Bande Affen zu beobachten die sich über den Mülleimer hergemacht hat.

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Einige Zeit später ist der Guide dann endlich aufgetaucht und wir sind durch den Park geführt worden. Wir hatten nicht nur das Glück, einen Hornvogel zu beobachten, sondern auch eine Begegnung mit zwei Tieren die sich Kuskus nennen und den Faultieren ähneln.

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Anschliessend haben wir noch zwei Makis mit unseren Lampen geärgert. Die kleinen Affen mit den großen Augen saßen in einem hohlen Baum und waren völlig auf eine Heuschrecke fokussiert, die der Guide mitgebracht hatte, so dass wir in Ruhe Fotos schiessen konnten.

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Durchgeschwitzt aber zufrieden sind wir dann noch zu einem Essen eingeladen worden – wir hatten zwar alle nicht so richtig Hunger – nichts zu essen ist aber auch unhöflich.

Die Rückfahrt auf der kurvenreichen Strasse durch das immergrüne dünn besiedelte Land dauerte trotz des rasanten Fahrstils des Fahrers (der mit einem anderen Wagen auf dem Hinweg einen Unfall hatte) ca. 2 Stunden. Heile im Hotel angekommen haben wir noch ein Bier getrunken um nach einer Dusche endlich ins Bett zu fallen.

Manchmal hilft auch die Ablenkung – meine Ohrenschmerzen sind fast verflogen.